Studien zur Prävention
Vorbeugen von Brustkrebs bei Frauen mit erhöhtem Risiko
Das IBIS II Programm teilt sich in zwei Studien auf. An der ersten Studie, können gesunde Frauen teilnehmen, die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. An der zweiten Studie nehmen Patientinnen teil, die innerhalb der letzten sechs Monate bei einer Brustkrebsvorstufe operiert wurden. Das IBIS-II Programm wird weltweit durchgeführt, in Deutschland beteiligen sich über 70 Praxen und Kliniken.
IBIS- II -Prävention-Studie
Diese Studie ist geeignet für Patienten, die bereits in den Wechseljahren sind und ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.
Normalerweise erfolgt bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko eine regelmäßige Vorsorge und Früherkennungsuntersuchung. Eine medikamentöse Therapie wird in der Regel nicht eingesetzt. Mit dieser Studie soll herausgefunden werden, ob zusätzlich zur üblichen Vorsorge mit dem antihormonell wirksamen Medikament Anastrozol eine wirksame und verträgliche Vorbeugung erzielt werden kann. Dazu erhalten die Patientinnen über fünf Jahre lang einmal tägliche eine Tablette. Je nachdem zu welcher Gruppe die Zuteilung erfolgt, enthält die Patientin entweder Anastrozol oder keinen Wirkstoff. Über die Zuteilung zu den jeweiligen Gruppen entscheidet alleine der Zufall.
IBIS- II- DCIS- Studie
Wir können Frauen, bei denen eine unmittelbare Brustkrebsvorstufe ein sog. Ductales in situ Karzinom (DCIS) nachgewiesen wurde, die Teilnahme an dieser Studie anbieten. Dabei müssen im Gewebe des DCIS Hormonrezeptoren nachweisbar sein.
Bei dieser Studie erhält die Patientin entweder Anastrozol in Kombination mit einem Tamoxifen Placebo oder Tamoxifen mit einem Anastrozol Placebo als antihormonelle Therapie. Ziel ist es, die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der beiden Medikamente miteinander zu vergleichen.

