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Neoadjuvante Studien

Neoadjuvante Therapie

Eine neoadjuvante, d.h. eine präoperative Therapie als Chemotherapie oder auch als antihormonelle Tablettentherapie hat das Ziel, den bestehenden Tumor soweit wie möglich zu verkleinern. Im optimalsten Fall ist der Tumor  nach dieser Therapie nicht mehr nachweisbar. Diese Verfahren kann grundsätzlich bei jeder Patientin durchgeführt werden, es wird aber bevorzugt bei größeren Tumoren oder auch bei sogenannten inflammatorischen Tumoren, d.h. Tumoren mit einer entzündlichen Komponente der Haut , eingesetzt. Die neoadjuvante Therapie ersetzt jedoch keine operative Therapie. Auch wenn kein Tumor mehr nachweisbar ist, muß im Anschluß eine operative Therapie durchgeführt werden. Durch eine präoperative Therapie kann bei gutem Ansprechen des Tumors die Möglichkeit einer brusterhaltenden Operation deutlich verbessert werden. In unserem Zentrum bieten wir zahlreiche unterschiedliche neoadjuvante Therapie unter Studienbedingungen an:

LAPADO- Studie

Im Rahmen dieser klinischen Studie wird  Patientinnen, deren Tumor eine entsprechende Bindungsstelle für Wachstumsfaktoren aufweist, eine Chemotherapie mit den Medikamenten nicht pegyliertes liposomales Doxorubicin, Paclitaxel und Lapatinib verabreicht. Ziel dieser Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Medikamentenkombination in verschiedenen Dosierungen.

 

EXPRESSION- Studie

Neuere Untersuchungen belegen, dass mit modernen Methoden  bestimmte Genmuster im Tumorgewebe identifiziert werden können, die eine Aussage über den weiteren Krankheitsverlauf oder  das Therapieansprechen erlauben. Ziel dieser Studie ist es, bestimmte Genmuster zu identifizieren, die dazu führen, dass sich der Tumor unter der präoperativen Chemotherapie mit Docetaxel und der Kombinationstherapie mit 5-Fluorouracil, Epirubicin und Cyclophospamid komplett zurückbildet. Dadurch könnte das Therapieansprechen des Tumors vorhergesagt werden.

SENTINA- Studie

Obwohl die Wächterlymphknotenmethode heute in der operativen Therapie fest etabliert ist, bleiben zahlreiche offene Fragen. Wichtig ist dabei die Frage nach dem Stellenwert der Wächterlymphknotenentfernung im Rahmen einer neoadjuvanten Therapie. Die Frage ist weiterhin, ob eine Wächterlymphknotenentfernung vor der neoadjuvanten Therapie durchgeführt werden sollte oder ob Patientinnen, die unter der Therapie von einer klinisch befallenen Axilla zu einem negativem Status konvertieren, die vollständige Entfernung aller Achsellymphknoten erspart werden kann. Antworten darauf sucht die SENTINA Studie, die diesen Fragen nachgeht.

Kurz-Infos

Organisation

Studiensekretariat

Studienkoordinatorin
Frau Beate Bontke

Studiensekretariat des Uni- Brustzentrums Essen
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Erdgeschoss links, Raum 026

Hufelandstraße 55
45122 Essen

Tel.:
0201 723 2575
Fax:
0201 723 5663